Ignaz Walgis

18.09.2018 10:00:00

Best Practice für Mobile First

Mobile Applikationen gewinnen immer mehr an Bedeutung. Dabei geht gerne vergessen, dass das User-Experience-Design über den Erfolg des mobilen Tools entscheidet. Hier die sechs wichtigsten Best Practice Tipps für mobiles Design.

 

Das wohl Wichtigste beim Entwickeln einer mobilen Applikation ist, dass sie für die User sowohl nützlich als auch intuitiv zu bedienen ist. Gutes Design bedeutet nicht nur cool gestaltete Oberflächen, sondern eine Benutzerführung, die sich auf das Wesentliche konzentriert und alle Hindernisse aus dem Weg räumt. Hier die wichtigsten User Experience (UX)-Designtipps, die für die wirklich gute mobile Nutzererfahrungen entscheidend sind.

 

1. Kenne deine User

Die Navigation sollte den Bedürfnissen und Erwartungen der Benutzer Ihrer App entsprechen. Ihre Zielgruppe hat bestimmte Vorstellungen von der Interaktion mit Ihrer mobilen Applikation.

  • Finden Sie alles über Ihre Zielgruppe heraus
  • Lernen Sie die User-Bedürfnisse und Erwartungen kennen
  • Priorisieren Sie die Navigationsoptionen 

2. Klare und nahtlose Benutzerführung

Ihre Nutzer haben keine Zeit. Helfen Sie ihnen deshalb, sich schnell zurechtzufinden, damit sie ihre Entscheidungen und Massnahmen schnell treffen können und rasch zum Ziel kommen.

  • Teilen Sie komplexere Aktionen, wie etwa die Registrierung und Bezahlung in kleinere Teile auf und priorisieren Sie sie
  • Eine Faustregel lautet beispielsweise, maximal fünf bis sieben Eingabefelder gleichzeitig anzuzeigen
  • Teilen Sie auch das Auschecken in Seiten auf und legen Sie die Felder nach und nach offen 

3. Minimalismus ist Trumpf 

Weniger ist mehr - im Fall von mobilem Design ein eisernes Gebot. Beseitigen Sie bei mobilen Applikationen alles, was nicht unbedingt notwendig ist, denn die Reduktion verbessert das Verständnis. Mobile Geräte werden logischerweise hauptsächlich unterwegs verwendet und da ist die Aufmerksamkeitsspanne sehr gering. Informationsüberflutung ist hier fehl am Platz.

  • Reduzieren Sie lange Texte oder stellen Sie den Inhalt als Bild dar
  • Erlauben Sie es Ihren Nutzern, den Status zu speichern, um später erneut mit der App interagieren zu können
  • Zeigen Sie pro Bildschirm nur eine primäre Aktion, die für den User von echtem Wert ist. Dies verbessert die UX massiv 

4. Bewertung

Vermeiden Sie Benutzerunterbrechungen, indem Sie die User bitten, Ihre App zu bewerten, wenn sie diese erst kürzlich heruntergeladen haben.

  • Warten Sie, bis sich ein User als wiederkehrender Nutzer erwiesen hat, bevor Sie ihn für eine Bewertung auffordern
  • So erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass sie Ihre App tatsächlich bewerten und ein fundiertes Feedback geben

5. Inspirierende Navigation

Die Navigation ist der Schlüssel dazu, dass sich die User mit Ihren Inhalten beschäftigen, sich davon inspirieren lassen und mit Ihnen interagieren.

  • Die Navigation sollte für jede App höchste Priorität haben
  • Mobile Navigation muss erkennbar und zugänglich sein und wenig Platz auf dem Bildschirm einnehmen

6. Technik und SEO

Zum Schluss noch ein paar technische Kniffs und nicht zu vergessen: SEO-Massnahmen, damit die Applikation auch gefunden wird.

  • Download von Content minimieren mit Preload. Grössere und dafür wenige Downloads vorsehen
  • Tests auf verschiedenen Browsern und verschiedenen Geräten durchführen
  • Falls eine Mobile-Ads Kampagne gestartet wird, unbedingt darauf achten, dass die URL auf die Kampagnenseite der Mobile-Version zeigt und nicht auf die Desktop-Version
  • Google Analytics und Conversion Tracking einrichten